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Aktueller Newsletter Kommunikation in der Sackgasse: Das Dramadreieck
Wer kennt das nicht sich in eine Situation hineinmanövrieren, hineinreden und irgendwie kommt mann oder frau nicht mehr hinaus: ein Drama, das oft mit drei klassichen Rollen: Verfolger, Retter und Opfer besetzt ist. Die übliche Dreiecksgeschichte eben.... Das Dramadreieck beschreibt eine Kommunikation, die viele von uns aus dem klassischen Drama oder aus Märchen kennen: Der Wolf verfolgt die Großmutter und das Rotkäppchen will die Großmutter retten. Daraufhin wird es zum Opfer des Wolfes, der wiederum vom Jäger verfolgt wird. Dieser kann dann den Wolf erlegen und das Rotkäppchen (= Opfer) retten. Eine verzwickte Situation, denn alle sind aufeinander angewiesen, damit die Geschichte weiter geht…. …und dies können wir oft auch in beruflichen Kontexten, zwischen Führungskraft und Mitarbeiter oder innerhalb des Teams, beobachten: Menschen nehmen die mit „Retter“, „Verfolger“ und „Opfer“ beschriebenen Rollen ein und beziehen ihre Existenzberechtigung aus der gegenseitigen Abhängigkeit. Retter und Opfer benötigen sich zur gegenseitigen Bestätigung, wie Verfolger und Opfer und auch Retter und Verfolger. Warum begeben sich Personen in das Dramadreieck? Allen „Teilnehmer“ des Dramadreieckes ist gemeinsam, dass sie eine getrübte Sicht auf die Situation teilen, die sich in einer Abwertung bzw. Übertreibung eigener oder fremder Stärken und Schwächen äußert. Oft inszenieren Teams ein „Drama“, um nach Zeiten emotionaler Langeweile „Leben in die Bude“ zu bringen. Ebenso häufig finden sich stabile professionelle Rollen in Arbeitsgruppen, die sich im Dramadreieck wieder finden. Der Verfolger denkt von sich, dass er die wahre Erkenntnis besitzt. Die anderen sind unfähig, schwach oder gar „Idioten“. Ein Verfolger strebt nach Kontrolle über den Prozess und den anderen (= das Opfer). Gemocht oder geschätzt wird er kaum, bestenfalls genießt er Respekt (bei anderen oft aus der Taktik motiviert, nicht von ihm verfolgt zu werden). Der Verfolger ist daher darauf angewiesen, stets andere zu beeinflussen und vermeintlich abhängig zu halten, weil sie ihn sonst verlassen. Oder wie Claus Nowak es formuliert: „Es ist ein wahrlich anstrengendes Lebenskonzept, dafür sorgen zu müssen, dass es im Umfeld stets genügend Idioten gibt“. Das Opfer lebt in der festen Überzeugung schwach und unzulänglich zu sein. Andere sind stark, erfolgreich und meistern das Leben. Die (= Retter) sollen dann Verantwortung für das Opfer übernehmen und ihm bei der Lebensbewältigung helfen. Andere Opfer geben die Schuld an ihrem Elend anderen (= Verfolger), weil diese so unbarmherzig sind und ihnen keine Chance zur Entfaltung geben. Menschen in der Opferrolle bekommen so ohne große eigene Anstrengung positive oder negative Aufmerksamkeit. Sie müssen keinerlei Verantwortung für sich und ihren Erfolg übernehmen, sondern nur „klein und hilflos verhalten“ bzw. „alle Schuld auf sich nehmen“, um beachtet zu werden. Dies bedeutet dann aber auch, dass über ihren Kopf hinweg entschieden wird. Der Retter stürzt sich selbstlos und meist ungebeten- in problematische Situationen und hat den Anspruch, zu wissen, was für die anderen gut und richtig ist. Im Grunde sind die anderen (= Opfer) ohne ihn gar nicht leistungsfähig. In der Retterrolle genießt man soziales Prestige und bekommt die Bewunderung des Opfers. Retter erzeugen dadurch Abhängigkeiten und üben Kontrolle aus. Ein weiterer Effekt entsteht dann quasi nebenbei, der Retter muss sich nicht mit seinen eigenen Themen beschäftigen, solange er für andere da sein muss. Retter glauben, erst dann für sich da sein zu können, wenn es allen anderen (Opfern) gut geht. Ein grandioser Anspruch bzw. Selbstbetrug. Das Spiel Das Zusammenwirken von Retter, Opfer und Verfolger kann als Spiel begriffen werden, in dem die beteiligten Partner die Rollen innerhalb des Spiels durchaus wechseln können. In beruflichen Kontexten helfen solche Art von Spielen:
Ausstiegsmöglichkeiten Grundsätzlich ist die Möglichkeit, aus dem Spiel „Dramadreieck“ auszusteigen stark von der jeweiligen Situation abhängig. Folgende Strategien haben sich aber oft als erfolgreich erwiesen:
und vor allem damit aufzuhören,
Ihr Olaf Hinz
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